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Dienstag, 31. Mai 2011

Rayo kann auch anders!

Einmal ein positiver Eintrag:
Heute war ein sehr guter Tag für Rayo. Er hat sich ausnahmslos super verstanden mit allen Hunden in der Hundezone, was aber nicht unbeding soooo außergewöhnlich ist, aber dennoch sehr gut.
Die bessere Nachricht ist, dass er auf der Straße mehrmals andere Hunde gut toleriert hat, selbst einen größeren Schäferhund, der auf der anderen Straßenseite an uns vorbeigegangen ist, als wir auf den Bus gewartet haben (einspurige Straße also nicht sehr breit). Ich hätte mir ehrlich gesagt nicht erwartet, dass Rayo so ruhig bleibt, aber er hat keinen Mucks gemacht, selbst als der Hund zu uns hinübergeschaut hat und obwohl er eine sehr stolze Haltung/ Gangweise hatte (was Rayo oft aufregt).
Bei einem kleinen Whippet, der ihn sogar offensiv angebellt hat (in nur einigen cm Entfernung, aber mit Glasscheibe von der Bushaltestelle dazwischen), hat er ebenfalls nicht böse reargiert. Rayo wollte lieber mit ihm spielen, hat ganz leise (sehr süß) gewinselt und hat sogar die Vorderpfote gehoben, wie wenn er sie ihm auf den Kopf legen wollte (die Geste hat eher spielerisch, und ganz und gar nicht dominant ausgesehen).
Das war der Nach-hause-Weg.

Der Weg zur Arbeit war auch sehr gut. Das einzige schlechte Ereignis war, dass sich Rayo über einen Scater schrecklich aufgeregt hat. Scater sind immer noch ein Absolutes NO-GO. Die hält er nicht aus, egal wie und wie weit entfernt - das geht einfach nicht.

Dienstag, 26. April 2011

Fortschritte und Vorsätze

Beim Umsteigen von einer U-Bahn in eine andere, also in U-Bahnstationen zeigt Rayo die meisten Probleme. Er ist mittlerweile so aufgeregt, dass er manchmal alles anbellt, was sich um ihn befindet. Waren es anfangs nur Menschen, die sich komisch bewegen, zum Beispiel laufen, oder die ihn fixieren, richtet sich seine "Agression" mittlerweile gegen alles.

Ich setze Agression deswegen unter Anführungszeichen, da es für mich klar ist, dass dieses Verhalten aus seiner Unsicherheit entsteht. - Er ist kein agressiver Hund in dem Sinn. Er ist in Wirklichkeit friedlich und freundlich. Es sind eben für ihn extreme Stressituationen, mit denen er nicht umgehen kann.

Die Situationen sind immer nur beim Umsteigen und Aussteigen aus öffentlichen Verkehrsmitteln, ganz besonders aus der U-Bahn. Viel, viel weniger bei Bussen oder Straßenbahnen.

Wir hatten heute trotzdem einen kleinen Fortschritt in so einer Situation. Ich konnte ihn beim Umsteigen aus U2 zu U4 (Karlsplatz), wo er am meisten Angst verspürt, sehr erfolgreich mit meiner Stimme beruhigen und ablenken indem ich das "Kommando" SCHAU benutzt habe. Er ging daraufhin über relativ große Distanzen mit direktem Blickkontakt zu mir im perfektem FUSS (was man gemeinhin unter dem Kommando BEI FUSS abruft) und hat sich sichtlich beruhigt, da er dem Geschehen um sich herum automatisch weniger Beachtung widmen konnte.

Trotzdem werde ich versuchen U-Bahnen so weit wie möglich zu meiden und werde versuchen mehr mit Straßenbahn und Bus zur Arbeit zu fahren. Mal sehen, ob es mir gelingt...

Andere erfreuliche Neuigkeiten gibt es im Bezug auf das Verhalten mit anderen Hunden. Im Freilauf geht es immer, immer besser. Ich bin inzwischen richtig begeistert, wie toll er mit anderen Hunden umgehen kann. Er zeigt laufend Beschwichtigungssignale in schwierigen Situationen, wirkt aber trotz allem nicht ängstlich. Er schein es zu genießen, Situationen deeskalieren zu können und kommt häufig zu mir zurückgelaufen, nachdem er so eine Hundebegegnung hatte (die gut verlief) und scheint sich richtig zu freuen, wie toll er das gemacht hat.
Ich weiß, das klingt jetzt sehr interpretiert, aber es ist auf jeden Fall eine ganz deutliche Besserung zu verzeichnen, im Vergleich zu früher.

Ich lobe ihn fast immer nach erfolgreichen Begegnungen, deswegen glaube ich schon, dass er es verstanden hat, worum es geht und dass deswegen froh zu mir kommt, weil er weiß, dass er manchmal ein Leckerlie dafür bekommt.

An der Leine geht es manchmal besser, aber es gibt dieses Problem, dass er in manchen Situationen generell unter Stress steht und daher auch vermehrt in diesen Situationen auf vorbeigehende Hunde reagiert.

Trotzdem gibt es auch im Gehen an der Leine merkliche Verbesserungen.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden über die Verbesserungen. An manchen Tagen geht es mir aber auch schlechter, wenn ich wieder einen anstrengenden Heimweg mit ihm hatte.

Was ich in nächster Zeit üben will:
- das Kommando WARTE (er soll im Freilauf, wenn er voraus geht, stehen bleiben und auf mich warten, bis ich ihn einhole)
Hier habe ich das Gefühl, dass ich bisher versucht habe zu schnell vorzugehen. Ich muss den Moment, wenn er stehen bleibt besser markieren (Clicker, nicht nur Worte) und während dessen selbst stehen bleiben. Erst dann langsam weitergenen. Und am Anfang mit kleineren Distanzen üben. Erst nach einem Spaziergnang (auf dem Heimweg) üben!

- SITZ und PLATZ aus der Entfernung

- Seite wechseln (wenn er links geht, auf die rechte Seite hinter mir vorbeiwechseln und umgekehrt)

- "Natur Agility"; Herumlaufen um einen Baum, oder anderen Gegenstand, der in einiger Entfernung steht, dann hinter mir vorbeilaufen. Dadurch immer größere Achten, oder Kreise bilden. Es ensteht eine Bewegung wie beim "Longieren" aber ohne abgesteckten Kreis.

Freitag, 15. April 2011

Stimmungsschwankungen

Rayo ist in den letzten ca. 2 Wochen etwas schwierig. Ich weiß nicht woran das liegt, oder wodurch es ausgelöst geworden sein könnte. Er ist sehr nervös, wenn wir unterwegs sind und reagiert sehr empfindlich sowohl auf anderen Hunde (wieder einmal, teilweise selbst in größerer Entfernung - ab 10 bis 20m, was sich eigentlich schon gelegt hatte), als auch auf hektische Bewegungen von Menschen und Gegenständen.
Besonders hat er Angst vor Flaggen und Markisen, die sich im Wind bewegen, aber auch vor Vordächern oder aus der Fassade hervorragenden Schildern. Er sieht dann immer nach oben und zuckt ein wenig zusammen oder versucht auszuweichen. Teilweise ist er sogar ein bisschen ängstlich vor im Wind wackelnden Bäumen.

Gerade beim Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wirken sich diese Ängste sehr schlecht aus. Er ist dann sehr unausgeglichen und ich muss ständig aufpassen dass er niemanden anhüpft bzw. anknurrt oder anbellt - er tendiert dazu, wenn er sich von etwas oder jemanden bedroht fühlt.

Insgesamt ist das an manchen Tagen extrem anstrengend für mich und ich komme abends gereizt und müde nach hause.

Wenn ich Zeit habe werden ich versuchen wieder etwasa mehr (Clicker)training in den Alltag oder ein paar Sessions einzubauen.

Montag, 14. Februar 2011

Der Zauber von Hundespielsachen

Einige Zeit ist vergangen seit meinem letzten Eintrag. Das bedeutet aber nicht dass wir (Rayo und ich) untätig waren. Ganz im Gegenteil.

Ich habe angefangen Aufzeichnungen zu führen darüber, was Rayo schon kann, was ich mit ihm übe und wie es weitergehen soll. Ich habe zwar das Gefühl, dass das System, wie ich die Aufzeichnungen führe, noch nicht ganz ausgereift ist, aber immerhin. Es ist eines der wichtigsten Dinge beim Training, dass man Aufzeichnungen führt. Leider beinhalten diese Aufzeichnungen immer noch zu viel Blabla, also zu viel Text. Ich sollte es viel tabellarischer oder stichwortartiger machen und mir den Text für den Blog aufheben.

Wir haben Fortschritte in einigen Grundübungen gemacht, aber nichts bahnbrechendes.
Was viel "bahnbrechender" ist, ist dass Rayo vieeel besser an der Leine geht, sich während der Spaziergänge immer wieder bewusst umschaut nach mir und sogar stehen bleibt um auf mich zu warten, dass ich ihn einhole.

Er hört darauf, wenn ich ihm zurufe "warte", z.B. wenn wir uns dem Ende einer Gasse nähern, oder wenn ich sage "bleib da", damit er nicht versucht zu einem anderen Hund oder zum Baum auf der anderen Straßenseite zu wechseln.

Ich benutze die Flexileine um ihm so viel Freiheit wie möglich zu geben, aber falls er nicht auf mein Zurufen hört, kann ich ihn stoppen, bevor er die Straße erreicht oder sonst irgend einen Blödsinn anfängt. Aber die Anzahl, wie oft ich auf die "Stopptaste" an der Leine drücke, nimmt stetig ab. Oft rufe ich ihn zu mir und schaue ob er kommt ohne dass ich ihn "zupfen" oder ziehen muss. Es klappt immer besser.

Das beste, dass ich jedoch entdeckt habe ist folgendes: Futter funktioniert bei Rayo zwar super als Motivation, doch in letzter Zeit hat er angefangen wirklich gerne zu spielen: Zerrspiele, Bringspiele mit dem Ball etc. Auf einen Hinweis hin (aus dem Internet gefischt) habe ich versucht zu sehen, in wie fern er sich motivieren lässt nur für ein Spielzeug Kommandos auszuführen. Es funktioniert super! Ausgezeichnet sogar!

Als Beispiel folgendes Ereignis:
Ich war heute in der Hundezone - jene am Gürtel (Eichenstraße) die in zwei Teile geteilt ist (durch ein Gitter mit Türchen in der Mitte). So können auf der einen Seite z.B. kleinere Hunde spielen, während sich auf der anderen Seite größere befinden, oder aber Hunde auf getrennten Seiten, die sich nicht vertragen. Eine super Sache...

Ich bin mit Rayo in die eine Hälfte gegangen und habe angefangen mit ihm mit dem Ball zu spielen. Nach einer Minute oder so, habe ich gesehen, dass hinter uns gleich ein paar Leute mit mehreren sehr großen Hunden hineinkommen (ich kenne die). Ich wusste Rayo kann die nicht wirklich ausstehen. Er hat sie schon öfters verbellt und sie haben sich auch schon durchs Gitter böse Knurrduelle gegeben.

Rayo hat die Hunde auch entdeckt - sie waren auch schon ruckzuck herinnen in unserer Zone.
Doch allein mit aufmunternden Worten und ein bisschen Animieren zum Spielen bin ich mit Rayo einfach hinüber gegangen, in die andere Hälfte.

Das klingt jetzt so unspektakulär, doch früher wäre er sofort hingerast zu den anderen, hätte mit seinem Imponiergehabe angefangen und man hätte fürchten müssen, dass die gleich zum Raufen anfangen. Er hätte mich früher links liegen gelassen und hätte nicht einmal zurück gesehen. Doch diesmal - er hat sich nur ganz kurz nach den anderen umgeschaut und war scheinbar mehr als glücklich, dass wir hinüber gehen und in Ruhe spielen können.

Kein Zeichen von Agression!
Ich war schon lange nicht mehr so begeistert.

Später konnte ich ihn von einem kleinen Hund den er ein bisschen herumjagen wollte, der sich aber gefürchtet hat, zurückrufen und er kam! Ganz einfach. Mit Futter wäre das wahrscheinlich nicht gegangen. - Und man will nicht immer mit einem Roastbeaf herumrennen, damit es auch wertvoll genug ist als Anreiz.

Ein einfacher Gummiball an einer Schnur genügt. Ich liebe diesen Ball bestimmt mindestens so viel wie Rayo. Ich werde ihn nur zu speziellen Anlässen heraus kramen, damit er ja interessant bleibt.

Und hier die besagten Hunde (an einem anderen Tag, als Rayo sie lieber am Zaun gejagt hat, als auf mich zu hören):

a race

Mittwoch, 11. August 2010

Rayos Auszucker

Nachdem die letzten 2 Tage schrecklich waren, heute endlich wieder ein bisschen besser - aber eins nach dem anderen.
Seit einigen Tagen, nehmen wir Rayo wieder mit in die Arbeit, damit er nicht so viel alleine ist. Außerdem dachten wir ein bisschen Abwechslung wäre auch nicht schlecht.

Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, da ich es sowieso nicht mehr ganz genau weiß und es aber auch nicht notwendig ist: Gestern und vorgestern waren, was Rayos Zustand anbelangt, schrecklich. Er war draußen nervös, hat fast ständig die Umgebung abgesucht und hat auf jeden noch so kleinen und auch weit entfernten Hund heftig reargiert. Seine körperliche Anspannung konnte man an den aufgestellten Ohren und Rute sehen, außerdem lehnte er sich fast ständig nach vorne, streckte den Hals und bewegte den Kopf ruckartig hin und her, als ob er jeden Moment jemanden oder etwas erwarten würde. Auf mich wirkte er weniger ängstlich als angespannt, eher erregt, nervös. Wir hatten zahlreiche "Zusammenstöße" mit Hunden. Meine Nerven lagen am Ende ebenfalls blank und ich hatte eigentlich überhaupt keine Lust mehr auf loben, Aufmerksamkeit einfordern und unsere sonstigen Übungen, da sowieso nichts zu funktionieren schien. Ich habe ihn dann die meiste Zeit einfach weitergezogen und nichts gesagt.

Selbst in der Hundezone hatte er zwei Konflikte. Ein Hund war ziemlich ängstlich und wollte sich von Rayo nicht beschnuppern lassen. Er hatte sich unter einer Bank verkrochen und wollte da nicht heraus, woraufhin Rayo angefangen hat ihn anzubellen und anzuknurren, was das Zeug hält. Jedoch nicht etwa in der Art, wie als Spielaufforderung, sondern eher aggressiv. Natürlich habe ich ihn da weggezogen und weggeführt. Die Hundezone war relativ groß, also habe ich ein bisschen gewartet und ihn wieder laufen lassen, weil ich mir gedacht habe, er wird den anderen schon in Ruhe lassen. Hat er auch - für etwa 3 Minuten. Als die Besitzer des anderen Hundes mit diesem aus der Hundezone gehen wollten und ihn unter der Bank hervorgeholt haben, ist Rayo wieder hingestürmt um ihn nieder zu machen (trotz meiner Rufe "Nein, Rayo. Komm her, Rayo..."). Mir hat's dann auch gereicht und ich habe Rayo ziemlich ausgeschimpft inkl. 2 Klapse auf dem Po, was ich normalerweise nicht mache, aber ich war echt sauer.
Heute habe ich ihm in der Früh "Rescue-Tropfen" gegeben. Ich weiß nicht ob sie etwas geholfen haben. Wir hatten heute nämlich auch relativ viel Glück und haben nur wenige Hunde auf der Strasse getroffen. Einen "Zusammenstoß" hatten wir aber doch - auf dem Heimweg. Wir fuhren in der Straßenbahn und waren im Wagon bei der vorletzten Tür von hinten. Nach einigen Stationen ist ganz hinten eine Frau mit einem mittelgroßen Hund eingestiegen (ca. 30-40 cm Schulterhöhe). Als Rayo ihn gesehen hat, hat er sofort mit seinem wildesten, markerschütterstem Gebell angefangen und hat sich gewunden und zu dem Hund hingezogen. Ich habe ihn darauf hin "in den Schwitzkasten" genommen, weil er erstens unansprechbar war (auch wegen der Lautstärke - er hätte sowieso alles übertönt) und außerdem wären wir bestimmt vom Fahrer bald herausgeschmissen worden, wenn das länger gedauert hätte. Rayo hat sich in meiner Umklammerung gewunden und versucht heraus zu schlüpfen. Ich habe ihn auch nicht lange so gehalten. Allerhöchstens 20 Sekunden, vielleicht auch nur 10. Jedenfalls ist dann etwas sehr eigenartiges passiert: Nachdem ich ihn losgelassen habe, hat er aufgehört. Er hat nicht mehr gebellt, nicht mehr an der Leine gezogen, nichts. Er hat ganz kurz leise gewimmert, als würde er gerne zu dem Hund wollen, doch nur sehr kurz. Dann war er still, ruhig und sein Körper war nicht mehr angespannt. Nachdem er einige Zeit zu dem Hund geschaut hat, hat er sich sogar von sich aus umgedreht und hat uns angeschaut bzw. sich so benommen, wie er sich normalerweise benimmt in der Straßenbahn.
Ich frage mich, warum er dann so ruhig war. Hat er es einfach akzeptiert, dass er da nichts mehr machen kann und auch nicht hinkönnen wird, zum anderen Hund? Oder hat er gemerkt, dass der andere sowieso nicht herkommt und er deswegen nichts mehr zu machen braucht?
Ich weiß es nicht.
Fast die gleiche Situation hatten wir am Montag: Wir haben auf einer Bank auf den Bus gewartet und ein relativ kleiner Labrador Retriever (ein heller) ist hinter uns vorbei gegangen. Er war ganz ruhig, hat Rayo nicht einmal richtig beachtet oder angeschaut. Trotzdem ist Rayo bei seinem Anblick (er hat ihn schon von weitem gesehen) außer Rand und Band geraten. Er hat wieder geknurrt und sich gewunden, wollte über die Bank springen, zu ihm hin etc. Ich habe ihn dann einfach am Halsband und Geschirr gleichzeitig fest gehalten, habe ihn aber weder hinuntergedrückt noch in irgend eine andere Richtung gezogen, sonder einfach nur an der Stelle wo er gestanden hatte fixiert und habe nichts gesagt. Da er sich aber so fest gewunden hat, war ein ziemlich starker Zug auf den Bändern des Geschirrs. Ich weiß nicht ob es ihm weh getan hat, oder ob er einfach aus Wut oder Angst geschrien hat, jedenfalls hat er plötzlich mindestens 3 Mal sehr laut gejault, als ob man ihm sonst etwas antun würde. Ich habe ihn trotzdem nicht losgelassen, da er sonst über die Bank gesprungen wäre. Jedenfalls hat er dann von alleine aufgehört. Das Ganze ist wieder sehr schnell abgelaufen. Insgesamt hat es etwa vielleicht eine Minute gedauert. Als er dann still war, hat er den anderen Hund nur nebenbei beobachtet und ihn gar nicht so fixiert, wie man es vielleicht erwartet hätte - so wie er es macht BEVOR er zu bellen anfängt.
Ich glaube nicht, dass ich diese Situationen wirklich hätte verhindern können. Es ist mir nicht wirklich möglich ständig von einer Straßenseite auf die andere zu flüchten und ständig Richtungen zu wechseln etc. Abgesehen davon hab' ich auch nicht die Nerven dazu. Manchmal habe ich eben keine Lust eine Extrarunde zu gehen, nur um den einen Hund nicht zu treffen - und was garantiert mir, dass nach der nächsten Ecke nicht der nächste daher kommt?

Vielleicht hat es etwas zu bedeuten, dass Rayo sich nach dem "Festhalten" so radikal verändert, vielleicht lässt sich daraus eine Strategie entwickeln oder ein Grund für sein Verhalten ablesen...

Dienstag, 3. August 2010

Spaziergang durch den 5ten Bezirk

Heute sind wir abends die Gassen abgeklappert - vorwiegend die mit Bäumen gesäumten. Keine Vorfälle! Rayo hat kein einziges Mal gebellt bzw. sich aufgeregt! Wir haben mehrere Hunde getroffen, unter anderem einen Retriever (von hinten gesehen - kein Problem), mehrere kleine Hunde (Schoßhündchen) - Rayo hat nur ein wenig gewinselt und zwei weitere große Hunde (ca. gleich groß wie Rayo) - da war er zwar recht aufgeregt, doch es ist alles gut gegangen.
Wir haben einige Male das Kommando "schau" geübt. Hat fast jedes mal wunderbar funktioniert. Rayo dreht sich immer mit dem gesamten Körper um, nicht bloß den Kopf :-) Nur bei den 2 großen Hunden war er zu stark abgelenkt. Die waren in ca 15 m Entfernung, doch es waren parkende Autos zwischen uns, was das Ganze auch ein bisschen abgemildert hat.

Was ich gestern vergessen habe zu erwähnen: Die Übung "sitz" hinter meinem Rücken, die Rayo helfen soll in brenzlingen Situationen sich sicherer zu fühlen (wenn er dann wirklich hinter mir sitz macht).
Haben wir heute 2 Mal geübt. Beide Male hat Rayo es freudig befolgt.
Insgesamt also - eine super Übungs"stunde".

Montag, 2. August 2010

2. Trainingsstunde

Heute geübt: bei Begegnung mit anderem Hund einen Abstand einhalten, bei dem sich Rayo noch auf mich konzentrieren kann. Das Kommando "schau" geben - mit "ok" auflösen. Bei "schau" soll er mir in die Augen schauen.
Das wird geübt bis man die Distanz zwischen uns und fremdem Hund reduzieren kann bzw. Rayo soll animiert werden bei Begegnungen mit anderem Hund von selbst mit mir Augenkontakt aufzunehmen.
Kurze Übungseinheiten (5 min bis 15 min) dafür öfter (z.B. 2 bis 3 mal am Tag) aber auch nicht jeden Tag sondern auch mal ein, zwei Tage ohne Übung verstreichen lassen. "Schau" zuerst ohne, bzw. nur mit wenig Ablenkung üben.

Montag, 26. Juli 2010

Spaziergang am Abend

Rayo war sehr aufgeregt, zog fast die ganze Zeit an der Leine, ließ drehte sich jedoch bei Zuruf um, holte sich gegebenenfalls sein Leckerchen ab, woraufhin er wieder weiter vorwärts zog. Wir wissen den Grund für seine Aufgeregtheit nicht wirklich, vielleicht hat er sich einfach nur so gefreut, dass wir wieder zuhause waren und mit ihm spazieren gehen (heute sind wir erst relativ spät von der Arbeit gekommen - um ca. 18.30).
Wir hatten drei oder vier Hundebegegnungen. Am ersten Hund (ein Schäfer) konnten wir ihn noch halbwegs vorbeilotsen (C. hatte Rayo an der Leine, ich habe versucht ihn mit einem Leckerchen vor seiner Schnautze abzulenken, da er schon sehr aufgeregt war, Aggressionsstufe 2 von 5), doch gleich daraufhin hat er einen Bullterrier auf der anderen Straßenseite (des Gürtels!) bemerkt, wo er sehr ausser Rand und Band geraten ist (Stufe 4 von 5). Da Rayo am Brustgeschirr angehängt war, habe ich ihn am Halsband genommen um ihn besser über die Straße lotsen zu können - wir waren gerade dabei die Straße zu überqueren, als er den Bullterrier bemerkt hat.

Erst nachdem wir die Straße überquert haben, hat er sich wieder beruhigt. Er ließ sich nicht wirklich ablenken, was geholfen hat ist, dass ich ihn am Halsband in ziemlich flottem Tempo weiter gelotst habe.
Später haben wir einige Hunde in größerer Entfernung getroffen (Hunde waren auf der anderen Seite des Mittelstreifens), wobei Rayo ruhig geblieben ist - natürlich wurde er dafür gelobt.
Ein schlechterer Zwischenfall war bei der nächsten Straßenüberquerung, als ein Jogger uns sehr eng von hinten überholt hat. Rayo ist ihn böse angesprungen, doch ich konnte ihn rechtzeitig zurückziehen, ohne dass er den Jogger berührt hätte.


Als wir in der Hundezone waren ist außerhalb ein Mann mit einem Schäferhund vorbeigegangen. Ich habe Rayo an die Leine genommen, da ich mir schon gedacht habe, dass er ihn anbellen wird. Und tatsächlich - er hat es versucht. Ich habe mit ihm die "weiter"-Übung gemacht bzw. versucht, während der Hund draussen vorbeigeht mit Rayo ab und auf zu gehen (parallel zum Hund, Entfernung ca. 10 m) Hat relativ gut geklappt, aber man hat gesehen, dass Rayo nicht wirklich ruhig und gelassen war und die Situation auch besser hätte laufen können.

Donnerstag, 22. Juli 2010

Training mit Katja

Heute hatten wir Training zusammen mit Katja von 19-20.00 Uhr.
Am Gürtel auf und ab gegangen (parallel zur Hundezone in der ein Hund war) - Kommando "weiter" geben und nachdem man vorbei ist, belohnen.
Kommando "schau" üben. Wenn möglich in einem Bogen dem entgegen kommenden Hund ausweichen oder stehen bleiben oder Richtung wechseln. Wenn Rayo es schon gut kann, ruhig zu bleiben, kann man anfangen den Abstand zum vorbei gehenden Hund zu verkleinern.
Oft loben.
T-Shirt Training weiter machen.

Montag, 19. Juli 2010

Spaziergang am Abend - Hundebegegnung

Heute Spaziergang um 20.40-21.40 Uhr: Extrem an der Leine gezogen. Auf dem Hinweg (zur Hundezone am Gürtel) kam uns ein großer Hund entgegen ("Kampfhundrasse"). Christoph hatte Rayo an der Leine. Rayo hat den Hund zuerst nicht bemerkt, obwohl er schon relativ nah war (ca 20m). Als ich den Hund bemerkte und vorschlug die Straßenseite zu wechseln, hat Rayo den ihn auch bemerkt und sofort mit Ziehen und Bellen losgelegt. "Aggressivitätsstufe" 4 von 5.
Restlicher Spaziergang: Rayo war extrem abgelenkt, hat überhaupt nicht auf uns geachtet (weniger als sonst). Hat viel an der Leine gezogen. Hat uns auch in der Hundezone wenig Beachtung geschenkt. Ich war schlecht aufgelegt und angespannt.
Marta